Statistiken

WOFÜR STATISTIKEN?

Akkurate Statistiken – wie ihre Zusammenhänge und Einordnung – sind notwendig, um eine effektive Strategie zu entwickeln und umzusetzen, um Feminizide zu verhindern. Auch, weil Politiker*innen und die Öffentlichkeit in Deutschland dadurch einfacher überzeugt werden können, dass ein bestimmtes Problem besteht.

„Through hard data, we can change laws; through laws, we can then work on changing attitudes to femicide“ (ACUNS, femicide VII) 

Polizeiliche Kriminalstatistik „Partnerschaftsgewalt“ des Bundeskriminalamtes

Die kriminalistische Auswertung der Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) des Bundeskriminalamtes (BKA) in Bezug auf Gewalt in Partnerschaften wird seit 2011 jährlich erhoben. Seit 2015 erscheint jährlich die kriminalistische Auswertung von Partnerschaftsgewalt.

„Partnerschaften“ werden in der PKS unter „Opfer-Tatverdächtigen-Beziehung“ wie folgt differenziert:
– Ehepartner*in
– eingetragene Lebenspartnerschafts
– Partner*in nichtehelicher Lebensgemeinschaften
– ehemalige Partnerschaften

Es gibt vielseitige und berechtigte Kritik an der Erhebung der Statistiken des BKA:

  • Körperverletzung mit Todesfolge werden nicht in die Tötungsdelikte an Frauen*  einberechnet
  • Fälle von Brandstiftung mit Todesfolge wird auch nicht in die Zahl der
    Tötungsdelikte aufgenommen
  • Straftaten, bei welchen der (Ex-)Partner erst die (Ex-)Partnerin* tötet und dann
    Selbstmord begeht, werden irreführend oft als sogenannten „erweiterten Suizid“
    bezeichnet, tauchen jedoch nicht in der PKS „Partnerschaftsgewalt“ auf

 

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